E-Invoicing und Peppol in Kroatien
In Kroatien setzt man auf die Peppol-Architektur.
Bereits seit 2019 gibt es in Kroatien eine Verpflichtung für öffentliche Einrichtungen und deren Lieferanten (B2G), die elektronische Rechnungsstellung anzubieten. Diese Verpflichtung soll ab 2026 auf alle Unternehmen (B2B) ausgeweitet werden.
Die FINA betreibt als Finanzministerium die nationale Plattform Servis eRačun za državu, über diese können öffentliche Einrichtungen E-Rechnungen entgegennehmen und deren Lieferanten Ihre Rechnungen ausstellen. Die Plattform ist hierbei an den Peppol Access Point der FINA angebunden. Dadurch sind sämtliche Peppol-Mitglieder dazu in der Lage, elektronische Rechnungen gesetzeskonform nach oder innerhalb Kroatiens auszustellen.
Im Rahmen des Fiskalisierungsprojekts 2.0 möchte Kroatien die elektronische Rechnungsstellung möglichst gesamteinheitlich und grenzüberschreitend interoperabel umsetzen. Hierfür wurden sich die Beispiele Italien und Frankreich genauer angeguckt. Über die nationale Plattform sollen in Zukunft die elektronische Rechnungsstellung, Archivierung, sowie auch Buchführung mitbedacht werden.
Nun, mit dem seit 2026 in Kraft getretenen E-Invoicing-Mandat setzt Kroatien auf eine Infrastruktur, welche für die Rechnungsstellung vollständig kompatibel mit dem Peppol Netzwerk ist.
Gut zu Wissen:
Durch die vollständige Einführung der B2G-E-Rechnung seit 2019, ist Kroatien eines der wenigen europäischen Länder, die es geschafft haben, im ursprünglichen Zeitraum die EU-Richtlinie 2014/55/EU für den öffentlichen Bereich einzuführen. Die ursprünglich geplante Frist lief hierbei bei zentralen europäischen Stellen bis zum 18.04.2019 und für alle weiteren öffentlichen europäischen Einrichtungen bis zum 18.04.2020.
Neues aus dem B2B-Mandat ab 2026:
Im Rahmen Ihrer neuen B2B-Architektur für E-Invoicing ist es möglich, den kompletten Rechnungsverkehr über Peppol abzuwickeln!
Das Peppol 4-Ecken-Modell
Hier sehen Sie, wie das Peppol 4-Ecken-Modell aufgebaut ist. Zwischen Ihren Geschäftspartnern gibt es 2 Peppol Access Points. Einen, der die Dokumente verschickt, und einen Peppol Access Point, welcher die Dokumente über Peppol empfängt - hierbei kann ein Peppol Access Point wie PrimeXchange beide Seiten für seine Kunden übernehmen. Die Peppol-Dienstleister bauen hierbei digitale Brücken zur Netzwerkarchitektur des Peppol Netzwerkes und müssen eine Reihe von Regeln und Sicherheitsmechanismen in ihrer Lösung berücksichtigen, um Peppol-Dienste anbieten zu können. In Kroatien fungiert die FINA als Peppol Access Point für sämtliche öffentliche Einrichtungen. PrimeXchange bietet Ihnen hierbei sowohl die Registrierung als auch den Versand und den Empfang im Peppol Netzwerk an, für Rechnungen, aber auch für viele weitere Businessprozesse. Heutzutage lassen sich bekannte Funktionen aus EDI nahezu vollständig über Peppol abwickeln.
Zusammengefasst:
FINA: Finanzagentur Kroatiens, übernimmt die Verantwortung für die umsetzung des Fiskalisierungsprojekt 2.0, über Kroatien hinaus z.B. auch in Bosnien zuständig.
Servis eRačun za državu: Nationale kroatische Plattform für E-Rechnungen.
Peppol: Die nationale E-Rechnungsplattform ist komplett über Peppol erreichbar.
Pflicht: Ja, B2G seit 01.07.2019. Ausweitung der Pflicht für alle Unternehmen (B2B) ab 2026 geplant.
Datenformate: UBL 2.1 (Peppol BIS) und CII. Erweiterung einiger Felder um nationalen CIUS.
Archivierung: Ja, 11 Jahre.
Neben Kroatien gibt es aktuell in Europa Peppol-Schnittstellen an den nationalen Datenplattformen von Italien, Deutschland, Polen, Frankreich, Griechenland, Niederlande, Österreich, Ungarn, Kroatien, Litauen, Dänemark, Norwegen, Schweden u.v.m., aber auch in Ländern wie Malaysien, Australien und Singapur, sowie Japan und weitere!
Praxisbeispiel: eine E-Rechnung mit PrimeXchange nach Kroatien senden:
Wenn Sie bereits eine E-Rechnung, z.B: XRechnung oder ZUGFeRD, erzeugen können, nehmen wir diese Rechnungen automatisiert aus Ihrem System entgegen. Wir helfen Ihnen bei der Einrichtung einer verschlüsselten Kommunikationsverbindung, nehmen aber, falls gewünscht, initial oder zum Testen auch die Rechnungen per Mail entgegen. Sobald die Rechnungen in unserem System angekommen sind, werden diese automatisch, sofern nötig, konvertiert und über unsere API an Ihre kroatische Geschäftspartner und die FINA weitergestellt. Sie erhalten daraufhin über den von Ihnen bevorzugten Kommunikationsweg eine automatische Zustellbestätigung für Ihre Rechnung bei erfolgreicher Übertragung. Damit Sie Ihre Rechnungsdaten ordnungsgemäß archivieren können, werden diese zudem automatisch an Ihr System zurückgesendet, alternativ können wir Ihnen auch für die Archivierung Lösungen bieten.
Wichtig: Ähnlich funktioniert das Ganze auch, wenn Sie aktuell noch mit PDF-Rechnungen oder eigenen sog. Insellösungen arbeiten – wir richten eine Schnittstelle zu Ihrem System ein und kümmern uns darum, dass Ihre Daten im geforderten Format Ihre Partner effizient und sicher erreichen - unabhängig von Ihrem bevorzugten Übertragungskanal.
Unsere Digibridge lässt sich individuell auf Ihre Kundenbedürfnisse anpassen!
Seit 2019 ist E-Invoicing an die öffentliche Hand in Kroatien verpflichtend.
Ab 2026 weitet sich diese Pflicht auf alle weiteren Unternehmen aus. Sie haben ein Unternehmen oder Geschäftspartner in Kroatien und möchten mehr über die aktuellen gesetzlichen Entwicklungen erfahren?
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
Als zertifizierter Access Point Provider sind wir Ihre EDI-Schnittstelle und übernehmen Ihre Anbindung an die Community.
Sprechen Sie uns gerne direkt darauf an, unsere Mitarbeiter stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.