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E-Rechnung in Großbritannien

E-Invoicing und Peppol in Großbritannien


Großbritannien erließ bereits 2019 seine Verordnung zur Regulierung der E-Rechnung bei öffentlichen Einrichtungen (B2G) und folgte somit der EU-Richtlinie 2014/55/EU. Hierbei wurde ein Fokus auf das Gesundheitswesen gesetzt, sodass sämtliche öffentliche Einrichtungen im Gesundheitssektor, sowie deren Lieferanten, dazu verpflichtet sind, elektronische Rechnungen auszustellen und verarbeiten zu können. Interessant hierbei ist, dass NHS-Provider dazu verpflichtet sind, eine Peppol-Schnittstelle zu unterstützen. 

Schon 2013 wurden die ersten Voraussetzungen für eine NHS-Anbieter-Lizenz veröffentlicht und zuletzt 2023 geupdatet.

Neben Peppol für Nachrichtenübermittlung von Bestellungen, Lieferscheinen und Rechnungen. Setzt die NHS-Strategie für Standortcodierung, Produktcodierung und Datensynchronisation auf GS1

2022 waren bereits über 250 Unternehmen über NHS angebunden und mit tausenden Peppol-Usern weltweit vernetzt. Ziel ihrer Strategie ist es, alle NHS-verbundenen Unternehmen über Peppol erreichbar zu machen. 

Zuständig für die E-Invoicing-Strategie in Großbritannien ist die nationale Steuerbehörde HRMC. Seit 2022 sind zudem alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen im Vereinigten Königreich dazu verpflichtet, ihre Umsatzsteuerbücher elektronisch über Making Tax Digital einzureichen.

Die neusten Ankündigungen für ein E-Invoicing-Mandat ab dem Jahre 2029:

  • Verpflichtend für alle B2B und B2G Transkationen am dem 01. April 2029
  • Derzeit gibt es noch keine weiteren Ankündigungen zu einem obligativen Real-time Reporting oder zu Clearence-Modellen
  • Es wurde jedoch entschieden ein dezentrales 4-Ecken-Modell (bekannt aus Nem-Handel und vor allem Peppol) als Rahmen für die Netzwerkarchitektur zu wählen. Die weitere Verwendung von Peppol scheint somit ziemlich wahrscheinlich.

Gut zu Wissen und neue Updates:

Anfang 2026:

England verkündete eine genauere Analyse und Teilnahme am Peppol-Netzwerk im Rahmen einer Working Group, nahezu zeitgleich wurde zudem ein E-Invoicing-Mandat für England ab 2029 angekündigt! Ab Mitte 2030 gilt gemäß dem ViDA-Vorschlag europaweit grenzüberschreitender elektronischer Zahlungsverkehr, zum Beispiel über Peppol.

Ex Ante:

England hält sich mit seinen obligatorischen Vorgaben zur E-Rechnung aktuell noch zurück, derzeit gibt es lediglich eine Verpflichtung im B2G-Bereich des Gesundheitswesens (NHS). Dafür ist das NHS global höchst interoperabel aufgestellt.

Neben der empfohlenen Peppol-Strategie, unterstützen die NHS-Provider auch Standards wie EANCOM, UN/EDIFACT, ODETTE, XML und zudem auch nicht-elektronische Formate, wie PDF.

Das Peppol 4-Ecken-Modell

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Hier sehen Sie, wie das Peppol 4-Ecken-Modell aufgebaut ist. Zwischen Ihren Geschäftspartnern gibt es 2 Peppol Access Points. Einen, der die Dokumente verschickt, und einen Peppol Access Point, welcher die Dokumente über Peppol empfängt - hierbei kann ein Peppol Access Point wie PrimeXchange beide Seiten für seine Kunden übernehmen. Die Peppol-Dienstleister bauen hierbei digitale Brücken zur Netzwerkarchitektur des Peppol Netzwerkes und müssen eine Reihe von Regeln und Sicherheitsmechanismen in ihrer Lösung berücksichtigen, um Peppol-Dienste anbieten zu können. PrimeXchange bietet Ihnen hierbei sowohl die Registrierung als auch den Versand und den Empfang im Peppol Netzwerk an, für Rechnungen, aber auch für viele weitere Businessprozesse. Heutzutage lassen sich bekannte Funktionen aus EDI nahezu vollständig über Peppol abwickeln.

Praxisbeispiel: eine E-Rechnung mit PrimeXchange nach Großbritannien senden:

Wenn Sie bereits eine E-Rechnung, z.B: XRechnung oder ZUGFeRD, erzeugen können, nehmen wir diese Rechnungen automatisiert aus Ihrem System entgegen. Wir helfen Ihnen bei der Einrichtung einer verschlüsselten Kommunikationsverbindung, nehmen aber, falls gewünscht, initial oder zum Testen auch die Rechnungen per Mail entgegen. Sobald die Rechnungen in unserem System angekommen sind, werden diese automatisch, sofern nötig, konvertiert und über unsere API weitergestellt. Sie erhalten daraufhin über den von Ihnen bevorzugten Kommunikationsweg eine automatische Zustellbestätigung für Ihre Rechnung bei erfolgreicher Übertragung. Damit Sie Ihre Rechnungsdaten ordnungsgemäß archivieren können, werden diese zudem automatisch an Ihr System zurückgesendet, alternativ können wir Ihnen auch für die Archivierung Lösungen bieten.

Wichtig: Ähnlich funktioniert das Ganze auch, wenn Sie aktuell noch mit PDF-Rechnungen oder eigenen sog. Insellösungen arbeiten – wir richten eine Schnittstelle zu Ihrem System ein und kümmern uns darum, dass Ihre Daten im geforderten Format Ihre Partner effizient und sicher erreichen - unabhängig von Ihrem bevorzugten Übertragungskanal.

Unsere Digibridge lässt sich individuell auf Ihre Kundenbedürfnisse anpassen!

Haben Sie fragen rund um den Versand oder Empfang Ihrer Rechnungen oder auch Bestellungen in England? Sprechen Sie uns gerne darauf an!

 


Als zertifizierter Access Point Provider sind wir Ihre EDI-Schnittstelle und übernehmen Ihre Anbindung an die Community. 

Sprechen Sie uns gerne direkt darauf an, unsere Mitarbeiter stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. 


Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!



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